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Als Patient stehen Sie im Mittelpunkt

 

 

Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt hat vielleicht schon einiges über Ihre Erkrankung aufgeschrieben und das Wesentliche in einem Überweisungsbrief an uns Krankenhausärzte zusammengefaßt. Dennoch werden wir Ihnen hier noch einmal eine ganze Reihe von Fragen stellen, um Ihre Behandlung oder Operation so gut wie möglich vorzubereiten. Wenn Sie unser Informationsheft schon vor dem Packen zu Hause erreicht hat, können Sie vielleicht noch eine der unten genannten Anregungen berücksichtigen. Ansonsten besteht ja bestimmt die Möglichkeit, noch fehlende Unterlagen und ein paar nützliche Dinge von Verwandten oder Freunden mitbringen zu lassen. Letzteres gilt vor allem für die, die ohne jede Vorbereitung, aufgrund einer plötzlichen Erkrankung oder eines Unfalls in unser Krankenhaus gekommen sind.

Wichtige Unterlagen und Daten

Gibt es schriftliche Unterlagen über Ihren letzten Krankenhausaufenthalt? Wann wurden Sie zuletzt operiert? Es wäre gut, wenn Sie uns das genaue Datum, die Klinik oder den Namen des behandelnden Arztes bei Ihren früheren Erkrankungen und zurückliegenden Untersuchungen nennen könnten, evtl. auch mit Anschrift und Telefonnummer. Vielleicht können Sie sich die entsprechenden Angaben notieren. Überlegen Sie bitte noch einmal, ob bei Ihnen vor kurzem Blutuntersuchungen veranlaßt wurden, eine Ultraschall- oder Röntgenaufnahme, oder eine gründliche Herzuntersuchung. Hat man bei Ihnen schon einmal eine Magen- oder Darmspiegelung durchgeführt? Besitzen Sie einen Impfpaß, einen Blutgruppenausweis, einen Allergiepaß? Bitte nehmen Sie alle entsprechenden Ausweise und Bescheinigungen mit in die Klinik. Wenn Sie im Besitz von Röntgenaufnahmen sind oder Ihr behandelnder Arzt Ihnen Röntgenaufnahmen mitgeben kann, bringen Sie sie bitte ins Krankenhaus mit. Möglicherweise kann dadurch eine erneute Untersuchung vermieden werden oder - noch wichtiger - die Ärzte können alte und neue Aufnahmen und Daten miteinander vergleichen.

Eigenblutspende

Wenn Sie z.B. durch einen Unfall viel Blut verloren haben oder wenn der seltene Fall eintritt, daß es bei einer geplanten Operation zu einem unerwartet hohen Blutverlust kommt, kann eine Blutübertragung notwendig werden, ohne daß man auf Eigenblut zurückgreifen kann. Die Möglichkeit der Eigenblutspende haben Sie, wenn Sie schon Wochen im voraus wissen, daß Sie operiert werden. Dann können Sie sich mehrere Male Blut abnehmen lassen, das in einer Blutbank zwischengelagert wird. Zwischen der Blutabnahme und der Operation sollte genügend Zeit liegen, damit Ihr Körper wieder neue Blutreserven bilden kann. Das Verfahren der Eigenblutspende hat den Vorteil, daß Ihr eigenes Blut von fremden Krankheitserregern frei ist. Manche Patienten haben z.B. Angst, über eine Blutkonserve mit dem AIDS-Virus infiziert zu werden. Auch wenn diese Möglichkeit heute durch die vorgeschriebene mehrfache Überprüfung nahezu völlig ausgeschlossen ist, fühlen Sie sich vielleicht mit einer Eigenblutspende sicherer.

Nützliche Dinge für die Zeit im Krankenhaus

An Ihren gut gefüllten Kulturbeutel sowie Bademantel und bequeme Schuhe werden Sie schon selbst gedacht haben. Haben Sie auch sonst nichts vergessen?

Unsere Checkliste hilft Ihnen bei der Planung.

Telefonieren

Neben Münztelefonen gibt es jetzt auch in Kliniken immer mehr Karten-Telefone. Solche Karten im Wert von zwölf Mark sind in Postämtern oder Schreibwarenläden erhältlich. In der Klinik können Sie sie mejst auch noch am Kiosk erwerben. Bei Ihrer Ankunft im Krankenhaus wird man Sie fragen, ob Sie ein eigenes Telefon am Bett haben wollen. Das hat den Vorteil, daß Sie sich direkt anrufen lassen können. Sie müssen am Ende dafür eine Leihgebühr und die verbrauchten Einheiten bezahlen. Achtung, die Kosten für eine Einheit werden höher berechnet als zu Hause. Manchmal sind in den Zimmern auch Karten-Telefone installiert. Die dazugehörigen Karten können Sie im Krankenhaus kaufen.

Diese Broschüre soll Sie anregen, fragen Sie!

Als Patientin oder Patient stehen Sie im Mittelpunkt der Bemühungen. Alle Mitarbeiter der Klinik, Schwestern, Pfleger, Ärztinnen und Ärzte und das Fachpersonal für einzelne Untersuchungen und Behandlungen werden sich bemühen, Ihnen Ihren Aufenthalt bei uns so angenehm wie möglich zu gestalten, vor allem aber alles zu tun, um Ihre Gesundheit rasch wieder herzustellen. Dazu aber müssen alle Beteiligten über den jeweiligen Stand Ihrer Behandlung Bescheid wissen. Bitte tragen auch Sie zu dem notwendigen Informationsfluß bei. Fragen Sie einfach, wenn Ihnen der Ablauf einer Behandlung nicht einleuchtet oder wenn Sie bestimmte Fachbegriffe nicht verstehen.

Es kann in der Routine des Krankenhausalltags immer wieder passieren, daß wir in einen uns allzu vertrauten Fach-Jargon verfallen und dabei vergessen, daß Sie möglicherweise zum ersten Mal davon hören. Machen Sie uns darauf aufmerksam! Natürlich wird nicht immer gleich ausreichend Zeit sein, um Ihre Fragen in Ruhe zu beantworten. Wenn Sie aber den Eindruck haben, daß Hektik auf Ihrer Station keine ausreichende Zeit für ein ruhiges Gespräch Iäßt, dann sprechen Sie uns bitte direkt auf dieses Problem an. Wir werden einen ruhigen Moment finden, um mit Ihnen über Ihre Fragen zu sprechen und Sie über den Stand Ihrer Behandlung zu informieren.

Gleichzeitig sind wir Ihnen dankbar, wenn Sie Verständnis dafür haben, daß wir manchmal durch dringende Fälle, Überstunden und nächtliche Dienste, oder auch einmal persönliche Probleme, überlastet sind. Wenn da mal jemand kurz angebunden ist, hat das auf jeden Fall nichts mit Ihnen persönlich zu tun. Wir freuen uns, wenn diese Broschüre Sie ermutigt, Ihre fragen und Probleme anzusprechen. Wir möchten Sie über den Verlauf Ihrer Behandlung informieren und auch für Ihre allgemeinen Sorgen und Nöte ein offenes Ohr haben.

Denken Sie positiv!

Sie kennen vielleicht das Beispiel mit dem halben Glas Wein. Würden Sie eher sagen, "das Glas ist halbvoll" oder "das Glas ist halbleer"? Jeder Mensch kann die Dinge von verschiedenen Seiten sehen, aber jeder hat auch die Chance, den Blickwinkel ein wenig zu ändern. Wenn Sie krank sind, können Sie auf jeden Fall versuchen, Ihre Selbstheilungskräfte zu mobilisieren. Dabei geht es vor allem um das richtige Maß. Lassen Sie sich nicht einfach in die Krankheit hineinfallen und geben Sie Ihre Eigenverantwortung nicht an der Tür ab. Kämpfen Sie aber auch nicht ziellos nach allen Seiten, um wieder gesund zu werden. Nehmen Sie die Herausforderung an und setzen Sie sich kleine, konkrete Ziele, die Ihnen helfen können, gesund zu werden. Packen Sie solche Ziele und Vorsätze auch symbolisch in die Tasche, wenn Sie das Krankenhaus verlassen. Das wird Ihnen helfen, sich später im häuslichen Alltag daran zu halten. Das gilt auch für andere Erfahrungen im Krankenhaus.

Wenn Sie z.B. mit einer Bettnachbarin/einem Bettnachbarn oder einem Arzt nicht zurechtkommen, versuchen Sie es vielleicht mit einem offenen Gespräch. Man kann nicht mit jedem gleich gut auskommen. Bemühen Sie sich dabei um eine freundliche, höfliche Haltung. Manche Mißverständnisse verschwinden dadurch auf lautlose Weise.

Gesetzlich oder Privat?

Im Krankenhaus werden Sie unabhängig von Ihrer Krankenversicherung bestmöglich versorgt. Sollten Sie privat krankenversichert sein oder eine private Krankenhaus-Zusatzversicherung abgeschlossen haben, gibt es für Sie zusätzliche Wahlmöglichkeiten:

Sie können sich vom Arzt Ihres Vertrauens (z.B. Chefarzt) behandeln lassen und die Unterbringung in einem Zwei- oder Einbettzimmer wählen. Täglich kommen Patientinnen oder Patienten mit sehr unterschiedlichen Anliegen in unser Krankenhaus. Vielleicht leiden Sie auch an einer Allergie und benötigen eine spezielle Therapie. Für uns ist es wichtig, alles über Ihre Erkrankung zu erfahren, um Sie richtig behandeln zu können.

©1997 LOGismOS, Köln