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Menschliches

 

Sagen Sie es ruhig, wenn die Klinik-Mitarbeiter mehr Rücksicht nehmen sollen. Bestimmt wird es möglich sein, die Situation in besonderen Fällen stärker Ihren Wünschen anzupassen.

 

Auch wenn sich alle bemühen, Ihnen den Aufenthalt im Krankenhaus so angenehm wie möglich zu machen, so wird aus einer Klinik doch noch kein Hotel. Das frühzeitige Wecken hat schon Generationen von Patienten genervt und ist dennoch nicht abzustellen, weil die Mitarbeiter sonst nie ihr Tagespensum erledigen könnten. Auch die ungewohnt frühen Essenszeiten werden vielleicht nicht nach Ihrem Geschmack sein. Genauso ist es mit der ungewohnten Nähe zu Mitpatienten und Ärzten. So ist es für Menschen mit einem ausgeprägten Schamgefühl sicher nicht sehr einfach, inmitten eines Ärzteteams untersucht zu werden. Sagen Sie esruhig, wenn die Mitarbeiter darauf mehr Rücksicht nehmen sollen. Bestimmt wird es möglich sein, die Situation in besonderen Fällen stärker Ihren Wünschen anzupassen. Auch die nachfolgenden Punkte könnten für Sie im Laufe Ihres Krankenhausaufenthalts vielleicht eine Rolle spielen. Es wäre schön, wenn durch unsere Ratschläge erst gar keine Probleme daraus würden.

Ihre Bettnachbarn

Wenn Sie mit einem oder mehreren Menschen zusammen im Zimmer liegen, ist das wahrscheinlich eine ungewohnte Situation für Sie. Manche reden zuwenig, andere zuviel. Sie werden nicht immer der gleichen Meinung sein, und das Bedürfnis nach frischer Luft ist oft auch sehr unterschiedlich. Junge Leute oder auch Menschen aus einem anderen Kulturkreis bekommen oft mehr Besuch, so daß manchmal ein ganz schöner Rummel herrschen kann.

Versuchen Sie es mit ein paar demokratischen Regeln: Diejenigen, die nicht bettlägerig sind, können sich vielleicht im Besuchsraum unterhalten, gelüftet wird z.B. alle zwei Stunden und über Politik wird (vorsichtshalber) nicht geredet. Vielleicht gelingt es Ihnen auch, das Zusammensein mit diesen zunächst ganz fremden Menschen als eine Bereicherung zu sehen. Positives Denken unterstützt Ihre Heilung! Und wenn es wirklich einmal Probleme gibt, weil etwa jemand zu laut schnarcht, reden Sie mit der Stationsschwester/dem -pfleger. Er/sie wird eine Regelung finden.

Besuch

Es gibt in fast allen Kliniken geregelte Besuchszeiten. Bitten Sie Ihre Bekannten darum, diese Zeiten einzuhalten. Wenn ein für Sie wichtiger Mensch nur zu einer anderen Zeit kommen kann, wird diese Ausnahme sicher möglich sein. Wenn Sie fit genug sind, treffen Sie sich mit ihm außerhalb des Zimmers, um die anderen nicht zu stören. Denken Sie aber auch daran, sich nicht zu übernehmen. Falls Sie Ihre Kräfte überschätzt haben, bitten Sie Ihren Besuch, bald wieder zu gehen oder sagen Sie angekündigte Besuche ab. Unterbrechen Sie Ihren Gast auch ruhig, wenn er allzuviel von seinen Sorgen zu Ihnen ins Krankenhaus trägt. Sie sollten sich jetzt vor allem darum kümmern, wieder gesund zu werden. Ihre Besucher werden dafür sicher Verständnis haben.

Schlafprobleme

Möglicherweise reagieren Sie auf die ungewohnte Situation im Krankenhaus mit Schlafproblemen. Vielleicht macht Ihnen auch Ihre gesundheitliche Situation Sorgen, über die Sie nachts grübeln. Versuchen Sie, tagsüber mit jemandem darüber zu reden.

Hier finden Sie einige Tips für einen ungestörten Schlaf

Beschwerden

Wenn Sie mit einer Situation überhaupt nicht zurechtkommen oder mit einer bestimmten Schwester/mit einem bestimmten Pfleger, einem Arzt oder einer Ärztin "gar nicht können, versuchen Sie ein klärendes Gespräch. Wenn das nicht weiterhilft, wenden Sie sich bitte an deren Kollegen oder den nächsten Vorgesetzten. In verschiedenen Häusern gibt es auch sogenannte Patienten-Fürsprecher.

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